Übellacker: Volles Programm im Fachausschuss Baustoffhandel

Übellacker: Volles Programm im Fachausschuss Baustoffhandel

Im Zuge der Wirtschaftskammerreform vor 6 Jahren wurde das „Bundesgremium für Baustoff-, Eisen-, Hartwaren- und Holzhandel“ geschaffen. Dieses Gremium vertritt die Interessen von ca. 21.500 Mitgliedern und ist somit das größte Gremium der Sparte Handel. Die Mitgliedsunternehmen beschäftigen ca. 60.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von ca. 26 Mrd Euro. Da aber die Mitgliederstruktur äußerst komplex ist wurden folgende 5 Fachausschüsse gegründet, um die branchenspezifischen Themenstellungen zu behandeln:
•    Fachausschuss Eisen- und Hartwarenhandel
•    Fachausschuss Baustoffhandel
•    Fachausschuss Holzhandel
•    Fachausschuss Waffenfachhandel
•    Fachausschuss Pyrotechnikhandel
Zur Vorsitzenden des Fachausschuss Baustoffhandel wurde im Oktober 2015 Mag. Susanne Übellacker gewählt, zu ihren Stellvertretern Othmar Lutz und Mag. Michaela Koch.
Der ÖBM hat Susanne Übellacker über ihre bisherige Arbeit und deren zukünftige Schwerpunkte befragt.

1)    Welche  Schwerpunktthemen  setzt die Fachgruppe für die kommenden Jahre?
Ein großes Thema ist die Bildung. Einerseits die Lehre und andererseits die Ausbildung zum Bauproduktefachberater. Fast täglich werden wir mit dem Thema Fachkräftemangel konfrontiert. Daher ist es ganz wichtig, dass wir österreichweit einen gleichen Ausbildungsstandard in den Berufsschulen für alle Bundesländer haben. Die Unterrichtsinhalte und Lehrmittel sollten die gleichen sein und die Baustoffkunderäume müssen möglichst aktuell gehalten werden. Derzeit werden unsere Lehrlinge nach erfolgreichem Abschluss der Lehrabschlussprüfung zum/zur zertifizierten BauproduktefachberaterIn ausgezeichnet.
Darauf aufbauend gibt es die vom Österreichischen Baustoff Ausbildungszentrum entwickelte weiterführende Ausbildung zum/zur Diplom BauproduktefachberaterIn. Diese Zusatzqualifikation soll bekannter gemacht und verstärkt genützt werden.


2)     Kann die Fachgruppe zur Verbesserung der Baukonjunktur beitragen?
Wir setzen uns intensiv für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen ein. Dazu gehört auch die kammerinterne Zusammenarbeit mit dem Fachverband der Stein- und keramischen Industrie und der Bundesinnung Bau. Gemeinsam werden wir die Initiative Bau!Massiv!. vorantreiben  bzw. die Zusammenarbeit intensivieren. Zusätzlich möchten wir uns in den kommenden Jahren  verstärkt mit konkreten Zahlen und Fakten unserer Branche auseinandersetzen. Wir sind dabei, aktuelle Reporte und Zahlen zu evaluieren um  unseren Mitgliedern möglichst interessante und brauchbare Daten als  notwendige Grundlage unternehmerischer Entscheidungen liefern zu können. Unsere Betriebe brauchen  gezielte Unterstützungen um vernünftig wirtschaften zu können, gerade auch angesichts der immer noch recht schwachen konjunkturellen Entwicklung.

3)    Was sind die derzeit „heißen Eisen“?
Wir müssen ständig erfolgreiche Projekte wie beispielsweise den Handwerkerbonus bei allen uns zugänglichen Stellen einfordern oder aber auch das Thema leistbares Wohnen präsent halten. Es ist ganz wichtig schon im vornherein sich mit Themen auseinanderzusetzen, damit wir uns zeitgerecht entsprechend aktiv positionieren können. Beispielsweise wird ganz sicher die flächendeckende Maut in der nächsten Zeit ein großes Thema werden.
Wir werden nur dann erträgliche Lösungen finden, wenn wir uns für unsere Interessen entsprechend einsetzen und selbst die Initiative ergreifen, statt darauf zu warten, dass dies andere für uns tun.

Die nächsten Messen und Termine

Keine Termine