Interview, Michael Allesch, Rigips

Im Jänner 2015 hat Michael Allesch als Business Development Manager bei Rigips Österreich begonnen, im Februar 2016 ist er Peter Leditznig in seiner Funktion als Geschäftsführer Marketing und Vertrieb nachgefolgt. Die monatelange enge Zusammenarbeit mit Leditznig bezeichnet Allesch als visionär von Seiten des Unternehmens und sieht sich dadurch auf seine neue berufliche Herausforderung bestens vorbereitet. im Gespräch mit dem ÖBM spricht Allesch über seine Pläne bei Rigips, Produktinnovationen und die Beziehung zum Baustoff Fachhandel.

MICHAEL ALLESCH

ÖBM: Jahrelang haben sich Knauf und Rigips ein Kopf an Kopf-Rennen um die Position des Marktführers geliefert. Wer liegt derzeit in Führung?

Allesch: Der Trockenbau ist für beide Unternehmen der größte Umsatz- und Geschäftsbereich. Da sind wir etwa gleich auf. Im Bereich des Service, Mobile Order Managements, sehe ich uns in Führung. Das ist ein Bereich, den Rigips in Zusammenarbeit mit Transporeon als erster am Markt angeboten hat. Und wir bringen regelmäßig neue Produkte heraus. In den Bereichen Feuchtraum- oder Schallschutzplatten haben wir ein sehr innovatives System entwickelt. Dennoch meine ich, dass wir uns gegenseitig pushen und somit beide als heimische Anbieter hochwertige Produkte auf den Markt bringen.

Die Gipskartonindustrie hat durch die Initiativen eine neue Bauweise geschaffen: den Trockenbau, und sich damit ihren Markt eigentlich selbst gemacht. Was ist da als nächste Initiative zu erwarten?

Die wichtigsten Funktionen von Gipskartonkonstruktionen sind der Brandschutz und der Schallschutz. Der Brandschutz ist ein Sicherheitsfeature. Der Schallschutz eine Komforteigenschaft. Wir haben hier ein neus System entwickelt, nämlich Duo`Tech das bei gleicher Wanddicke einen wesentlichen besseren Schallschutz bietet. Es handelt sich hierbei um eine doppelt beplankte Ständerwand, wo jeweils 2 Platten mit einem Spezialkleber verbunden sind.

In welchen Bereich macht Rigips im Moment das beste Geschäft?

Wir sind in drei Kundensegmenten aufgestellt. Im Trockenbau, im Holzbau und im Bereich der Maler. Unser größtes Segment ist sicherlich der Trockenbau.

Wie stellen Sie sich den ideallen Partner im Baustoffhandel vor?

Aus unserer Perspektive ist er eben spezialisiert. Er hat ein Trockenbautean, das entsprechende Portfolio für die wichtigsten Systemkonstruktionen auf Lager und einen sorgsamen Umgang mit Margen und Preisen.

Was könnte der Handel sonst noch tun, damit Sie sagen, das ist ein Partner mit dem man gut arbeiten kann? Wie könnte die Zusammenarbeit verbessert werden?

Er trägt den Systemgedanken im Trockenbau mit uns und handelt und berät geprüfte Systeme - egal aus welchem Systemhaus. Mit dem technischen Niveau dieser Trockenbausystem sind wir in Österreich Spitzenreiter im mitteleuropäischen Vergleich. Andere Länder bewundern unsere Entschlossenheit, denn dies war national kein leichter Weg wie alle Beteiligten seit 2012 wissen, wo wir die erste ETZ auf den Markt gebracht haben. Wand- und Deckenkonstruktionen im Trockenbau leisten Enormes in moderner, nachhaltiger Bauweise und haben Eigenschaften die andere Baustoffe nicht haben. Ein guter Partner im Handel erkennt diese Vorteile und ist in der Lage das gemeinsame Potential für qualitativen Trockenbau zu vergrößern - davon gibt es noch reichlich!

Kann der Baustoffhandel, Ihrer Meinung nach, heute überhaupt noch bei derart hochspezialisierten Produkten eine Beratungsfunktio übernehmen?

Wir gehen nicht davon aus, dass wir in den nächsten Jahren unsere Hotline auflassen können, weil der Baustoffhandel die Beratung umfassend übernehmen kann. Aber, wie schon gesagt, der Baustoffhandel kann das dann, wenn er sich spezialisiert. Man muss nicht alle Gewerke bedienen. Lässt man manche weg und ist bei anderen dafür hochkompetent, hat geschulte Mitarbeiter, dann zahlt sich das auch aus.

 

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