Baukongress 2016

Wenn sich rund 2.000 Entscheidungsträger von öffentlichen und privaten Auftraggebern, Ingenieurbüros und Bau- sowie Baustoffunternehmungen anlässlich des Baukongress im Vienne International Center treffen, geht es für zwei Tage um den aktuellsten Stand der Bautechnik und technisch beeindruckende Vorzeigeobjekte.

Dieses Jahr stand außerdem eine revolutionäre digitale Technik im Zentrum des Intereses. Sie könnte die Branche in den nächsten Jahren stark verändern.

Für alle, die sich fürs Bauen in all seinen Facetten interessieren, ist der von der Österreichischen Bautechnik Vereinigung (öbv) veranstaltete Baukonkress in Wien seit vielen Jahren ein Fixtermin im Kalender. Auch heuer war der Andrang ungebrochen als rund 2.000 Gäste aus 10 Ländern ins Vienna International Center strömten, um einen  der über 50 Vorträgen zu hören, zu netzwerken und sich im Rahmen einer Ausstellung mit rund 100 Ständen über Pruduktneuheiten zu informieren.

DIE DIGITALISIERUNG ERREICHT DIE BAUSTELLE

Mit BIM-Building Information Modeling wird das virtuelle und integrierte Planen von Bauwerken mit Hilfe eines IT-Tools bezeichnet. Die neue Technologie hat das Potenzial die Baubranche ähnlich zu revolutionieren wie die Einführung von CAD. Deshalb haben viele Akteure weltweit großes Interesse daran, die Standards dafür in ihrem Sinne zu definieren.

Auch die öbv hat einen Arbeitskreis gegründet, in dem seit Herbst Vertreter der gesamten österreichischen Bauwirtschaft für den Hoch- und Tiefbau zusammenarbeiten, um BIM spezifisches Wissen zu koordinieren, es weiterzuentwickeln und dabei zu helfen, es in den Unternehmen zu implementieren.

KOOPAWARD: KOOPERATION STATT KONFONTATION

Ein weiteres zentrales Thema stiftete zugleich das diesjährige Motto des Kongresses " Kooperation statt Konfrontation". Die öbv-Initiative "kooperative  Projektabwicklung" soll dazu beitragen, dass die Rechtsstreitigkeiten bei großen Bauprojekten abnehmen und das Miteinander aller am Projekt Beteiligten wieder in den Vordergrund rückt. Ein öbv-Arbeitskreis hat dazu bereits Empfehlungen in einem Merkblatt zusammengefasst.

Um diesen Trend auch in Österreich zu stärken, verlieh die öbv dieses Jahr am BAUKONGRESS erstmals KOOP AWARDS für die am besten abgewickelten Bauprojekte Österreichs in den Kategorien "Infrastruktur" und "Hochbau". öbv-Geschäftsführer Michael Pauser überreichte die speziell für den Preis gestaltete Trophäe heuer an die Projektteams der Bauvorhaben "Das Hamerling" (Hochbau) und "Hauptbahnhof Wien" (Infrastruktur). Bei beiden Projekten gefiel der Jury vor allem, dass die Teams aus Auftraggeber, ausführenden Firmen, Planern und örtlicher Bauaufsicht mit so genannten Partnerschaftssitzungen einen institutionalisierten Weg fanden, im persönlichen Gespräch gemeinschaftliche Lösungen für Probleme zu finden.

 

 

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