Baustoffhandel Salzburg: Heinz Wimmer

Die Baustoffhändler in Salzburg hatten in den vergangenen beiden Jahren große Herausforderungen zu meistern. Es war nicht nur die schleppende Baukonjunktur, sondern der alle kaufmännische Vernunft übersteigende Wettbewerb, der zur Sorge Anlass gab. Für 2016 wird diesem Punkt zwar keine grundsätzliche Trendumkehr zu erwarten sein, doch ist zumindest die Nachfrage nach Baustoffen spürbar besser geworden, weß Heinz Wimmer von Landesgremium im Gesrpäch mit den ÖBM zu berichten.

 

 

HEINZ WIMMER

Gremialobmann Stellvertreter Salzburg

ÖBM: Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation es Baustofffachhandels im Bundesland Salzburg?

Wimmer: Nach 2 Jahren der Stagnation wieder leichter Aufwärtstrend spürbar. 2014 und 2015 waren bei den Salzburger Baustoffhändlern große Anstrengungen notwendig, Umsatzrückgänge in größerem Ausmaß zu vermeiden. Erst das letzte Quartal 2015 zeigte eine geringfügige Erholung und eine verbesserte Grundstimmung.

Bereits zu Beginn des Jahres konnte auf der Baumesse sowohl von Seiten der Industrie als auch Gewerbe und Handel eine positive Stimmung wahrgenommen werden. Im Vorjahr sind vom Land Salzburg 140 Mio. für den Wohnbau freigegeben worden, diese sollten heuer und im nächsten Jahr die Bautätigkeit ankurbeln.

Die Wintersaison war in Summe sehr gut, sodass wir in diesem Bereich auf eine verstärkte Bautätigkeit hoffen dürfen. Durch die neue Regierung ist der Flächenwahn bei den Baumärkten eingedämmt worden, eine absolute Notwendigkeit bei stagnierender Bautätigkeit.

Die gemeinsame Marktbearbeitung von Industrie und Handel wird auch in den nächsten Jahren eine große Herausforderung für beide Seiten. Preisdruck, Insolvenzen, Logistikaufgaben, Konzentrationsprozesse und eine sich ständig verändernde Bauweise mit immer größeren Auflagen, machen das Geschäft auch in nächster Zeit sicher nicht einfach.

Ist es in der aktuellen Arbeitsmarktsituation leichter geworden, gite Mitarbeiter/innen zu finden? Wenn nicht, was sollte im Bundesland Salzburg geschehen, damit es besser wird? Könnte das Gremium dabei einen Beitrag leisten? Oder das Baustoff Ausbildungszentrum?

Trotz stetig steigender Arbeitslosigkeit (ehrlich gerechnet etwa 10%) ist es schwer, gut ausgebildetes Personal zu finden. Fachkräfte im Baustoffhandel sind dünn gesät und eigentlich nur im eigenen Haus auszubilden. Natürlich gibt es immer wieder "Job Hopper", die finanzielle Vorteile suchen oder Firmenauflösungen, die Fachkräfte am Markt freisetzen. Aber generell wird die Erfahrung gemacht, dass "Firmentreue" und "Zugehörigkeitsgefühl" bei Eigenbau-Mirarbeiter/innen am ausgeprägtesten ist.

Sehr erfolgreich ist die Ausbildung der Lehrlinge in der Berufsschule Tamsweg. In enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Vorgesetzten werden sehr gute Ergebnisse erzielt. Ein bundesweiter einheitlicher Standard sollte angestrebt werden. Wäre eventuell eine Aufgabe für den VBÖ oder BA? Wir brauchen das beste Verkaufspersonal, um die anstehenden Aufgaben zu lösen.

Sind die Baustoffhändler aus Salzburg von Einlieferungen aus den Nachbarländern betroffen (gibt es "Grenzlandkonflikte" bei Baustoffen) Störend? Was tun?

Die Einlieferung aus dem deutschen Raum ist geringer als aus dem oberösterreichischen Raum. Die Bautätigkeit im angrenzenden Bayern ist anhaltend gut, sodass die Notwendigkeit einer unterpreisigen Lieferung nach Salzburg nur im geringen Ausmaß (wie bisher) besteht. Mit Konkurrenz ist immer zu rechnen. Aber es sollten für alle die gleichen Voraussetzungen gelten!

 

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